Depotphorese
Die Depotphorese ist ein Verfahren zur Wurzelbehandlung, bei welchem die Reste des abgestorbenen Zahnnervs zersetzt
und nach außerhalb des Zahnes transportiert werden. Damit geht die Depotphorese die Defizite der herkömmlichen
Wurzelbehandlung an, bei welcher nicht alle Weichgewebsreste entfernt werden können. Diese Reste können giftige
Zerfallsprodukte erzeugen und dabei Entzündungsherde bilden, welche den ganzen Organismus belasten können. Aus
diesem Grunde plädieren viele Alternativmediziner für die Entfernung wurzelbehandelter Zähne.
Bei der Depotphorese wird mit Hilfe des elektrischen Stromes ein Medikament, das die Weichgewebsreste zersetzt, durch
das Gangsystem des Zahnes befördert. Dabei werden die Toxine unschädlich gemacht und mögliche Bakterien getötet.
Diese Methode ist sehr effektiv und belastet den Körper nicht. Schmerzende und geschwollene Wangen sowie der Einsatz
von Antibiotika bei laufender Wurzelbehandlung sind praktisch auszuschließen. Nach eigener mehrjähriger Erfahrung mit der
Depotphorese kommt in unserer Praxis die konventionelle Methode nicht mehr zum Einsatz.
Leider hat die „Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ (DGZMK) in einer Ihrer Stellungnahmen die
Methode auf unwissenschaftliche Art verunglimpft, so daß an dieser Stelle darauf eingegangen werden muß. Der Autor der
Stellungnahme (Prof. Hülsmann, Göttingen) läßt durchblicken, daß er die Methode nicht kennt und sich lediglich wenig
gründlich mit der Gebrauchsanweisung beschäftigt hat. Es ist spekulativ, ob er aufgrund persönlicher Differenzen zu dem
Entwickler der Depotphorese Prof. Knappwost (Hamburg) zu unsauberen Mitteln griff. Die Behauptungen zur Methode der
Depotphorese gehöre: Eine „aseptische Arbeitsweise", der Verzicht auf den sogenannten Kofferdam, der Verzicht auf
temporären bzw. dauerhaften Verschluß des endodontischen Systems, sowie der Einsatz formaldehydhaltiger Substanzen,
entsprechen nicht den Tatsachen.
Meine eigene Erfolgsquote bei Wurzelbehandlungen mittels Depotphorese liegt deutlich über 90%, wobei auch Zähne
therapierbar sind, die üblicherweise gar nicht mehr behandelt, sondern entfernt werden. Auch können bereits erfolglos
herkömmlich wurzelbehandelte Zähne mit der Depotphorese nachbehandelt werden. In der Regel ist somit eine
Wurzelspitzenresektion (WSR) nicht mehr nötig.
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Privatpraxis für Zahnheilkunde - Dr. Rüdiger Büsing